Vor einem halben Jahr habe ich ein Mandat (60%) bei einem Kunden starten dürfen. Als frisch gebackener Selbständiger ein Erfolg und gleichzeitig eine Herausforderung dem gewachsen zu sein, was auf mich zukommt.

Auftragsklärung

Bei der Auftragsklärung haben wir uns darüber unterhalten, was wir alles erreichen wollen. Im R&D wollen wir schneller und effizienter werden. Gleichzeitig soll die Vorhersagbarkeit und Zuverlässigkeit verbessert werden. Das Projektmanagement soll analysiert und verbessert werden, mit möglichst automatisierten Prozessen. Und noch anderes mehr…

Eine rechte Packung für ein vorgesehenes halbes Jahr — und das als einziger Agile Coach.

Mit all dem was auf dem Tisch lag, war es schwierig, sich zu entscheiden, wo man anfängt. Ich habe mich auf meine Intuition verlassen und auf verschiedenen Ebenen angefangen.

Tätigkeiten

Strategisch legte ich mich auf das Flight Levels Modell fest. Langfristig soll die Arbeit durch ein stabiles System fliessen können, damit wir daran auch kontinuierlich verbessern und adaptieren können. Das bedeutete einige Analysen der IST-Situation und Aufzeigen von möglichen Ansätzen. Dazu habe ich immer wieder punktuell die Stakeholder abgeholt, damit sie im Loop bleiben und die Veränderung mittragen können.

Das Unternehmen wächst aus seinem Startup-Charakter heraus. Die Zeiten von «jeder kann alles und weiss alles» ist vorbei. Es haben sich spezialisierte Teams gebildet. Die Koordination ist eine Herausforderung und den Fokus zu halten ebenfalls. Oft ist nicht klar, wer jetzt genau warum an was arbeitet.

Hier haben wir uns mit unterschiedlichen Koordinations-Boards geholfen — auf Ebene Teams und auf Projektebene. Während dieser Analysen sind mir immer wieder kleine Sachen begegnet, die ich sofort korrigieren wollte: kleine Prozessverbesserungen und Automatisierungen.

Wer sich jemals mit Jira Automatisierungen rumgeschlagen hat, kann den Titel dieses Blogs sicher gut nachvollziehen. Es ist Knochenarbeit, mit den Einschränkungen des Tools zu leben und die Komplexität der vorhandenen Standardprozesse zu berücksichtigen.

Für ein Team durfte ich dann auch noch etwas Zeit für deren Teamentwicklung beisteuern. Eine Knacknuss: sieben fachlich sehr kompetente Ingenieure, verteilt über die Welt, für Veränderung gewinnen. Eine Kultur, die der OpenSource Community sehr ähnlich ist. Individualität und fachliche Kompetenz werden sehr hoch bewertet.

Wie so dieser Titel?

Als ich gestartet bin, hätte ich nicht gedacht, wie tief ich in die Materie und Details eintauchen muss, um Erfolg zu haben. Meine Vorstellung war, ich werde mit internen Menschen zusammen den Change vorantreiben. Mit diesen Umständen muss man umgehen können und selber die Arbeit tun — sich die Hände an Jira Automations oder Retrospektiven «dreckig» machen.

Ich bin wirklich froh um dieses Engagement, welches mir ermöglicht, nach meinen Prinzipien zu arbeiten: Pragmatisch, Praktisch und Professionell.

Und was ist mit den Zielen?

Die haben wir nicht aus den Augen verloren. Wir sind daran, die strategische Ebene technisch in Jira zu überführen. Somit wird Transparenz von der Strategie bis zum Task im Team möglich. Ein grosser Gewinn war, dass nun Change nicht mehr nur «böse» ist. Mit den vielen kleinen Verbesserungen konnten wir beweisen, dass es gewinnbringend sein kann.